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Sonderausstellung 2009
| Sonderausstellung 2009 |
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plan.stadt.berndorf
Ober- und Unterberndorf zählten in der Zeit der Fabriksgründung rund 200 Einwohner, keine 60 Häuser, um 1900 aber bereits 4.731 Einwohner und 391 Häuser. Sie alle lebten größtenteils von der Fabrik. Der starke Zustrom von Arbeitern löste eine umfangreiche Baubewegung aus und führte zur Vergrößerung des Ortes. Die Idee, Berndorf in eine Gartenstadt für Arbeiter umzuwandeln, stammte von Arthur Krupp, der 1879 das Werk übernommen hatte. Ein eigenes Baubüro, unter der Leitung von Architekt Ludwig Baumann, wurde eingerichtet und mit der Städteplanung Berndorfs und Planung von Arbeiterwohnhäusern betraut. Als besondere Errungenschaft dieser Zeit war es für die Berndorfer Fabriksarbeiter möglich die Häuser in Eigentum zu erwerben. Krupp stattete „sein Berndorf“ mit für damalige Verhältnisse vorbildlichen und fortschrittlichen Kultur-, Freizeit-, Versorgungs- und Gesundheitseinrichtungen aus - ein Novum im Werksiedlungsbau dieser Zeit in Österreich. Zu den Wohlfahrtseinrichtungen gehörten beispielsweise Schulen, Lesehalle, Kirchen, Friedhof, Schwimmbad, Konsumanstalten, ein Gasthaus sowie eine Speisehalle für 1100 Personen und das Kaiser Franz Josef-Jubiläumstheater (Arbeitertheater). Das kleine Angerdorf hatte sich zu einem der bedeutendsten Industrieorte der Monarchie entwickelt, der das ganze Tal beherrschte. |